Für diese Rigatoni kombiniere ich Hähnchen mit Weißwein, Zitrone und Parmesan. Nudelwasser bindet die Sauce, sodass sie cremig wird, ohne dass du viel Sahne brauchst.

Das Rezept auf einen Blick
- Portionen: etwa 4
- Pasta: 500 g Mezzi Rigatoni
- Charakter: cremig, zitronig und bewusst nicht zu sahnelastig
Zutaten
- 500 g Mezzi Rigatoni
- 500 g Hähnchenfiletstreifen
- 1 kleine Zwiebel, sehr fein gewürfelt
- 2 große Knoblauchzehen, fein gehackt
- 150 ml trockener Weißwein, idealerweise Pinot Grigio
- 200 ml Schlagsahne
- 80–100 g Parmigiano Reggiano, frisch und fein gerieben
- Abrieb von etwa ½–1 Bio-Zitrone
- zunächst 1 EL Zitronensaft, später nach Geschmack etwas mehr
- etwa 100–200 ml Nudelwasser nach Bedarf
- etwas Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional Petersilie und eine kleine Prise Chiliflocken
Ist dir mehr Weißwein in die Pfanne geraten als geplant? Lass ihn einfach etwas länger einkochen, bis der scharfe Alkoholgeruch verschwunden ist.
Zubereitung
1. Hähnchen kräftig anbraten
Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Hähnchenstreifen bei mittelhoher bis hoher Hitze anbraten, bis sie außen leicht gebräunt sind. Anschließend aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Bei bereits vorgegarten Hähnchenstreifen reicht kräftiges Anbraten für Farbe und Röstaromen – sie kommen später nur noch kurz zurück in die Sauce.

2. Rigatoni knapp al dente kochen
Die Rigatoni in kräftig gesalzenem Wasser etwa zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben kochen. Bei 14 Minuten regulärer Kochzeit sind 12 Minuten ein guter Ausgangspunkt. Vor dem Abgießen unbedingt mindestens 200 ml Nudelwasser aufheben.
Wichtig: Das stärkehaltige Nudelwasser macht die Sauce später cremig und geschmeidig. Also nicht alles im Ausguss verschwinden lassen.
3. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen
In derselben Pfanne bei Bedarf noch einen kleinen Schuss Olivenöl ergänzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze weich und glasig anschwitzen, aber nicht stark bräunen. Den Knoblauch dazugeben und nur etwa 30 Sekunden mitbraten.
4. Mit Weißwein ablöschen
Mit dem Weißwein ablöschen und dabei den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Einige Minuten einkochen lassen, bis deutlich weniger Flüssigkeit vorhanden und der scharfe Alkoholgeruch verschwunden ist. Komplett trocken muss die Pfanne nicht werden.

5. Die Sauce ansetzen
Die Sahne einrühren und bei kleiner bis mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten sanft köcheln lassen. Zunächst den Abrieb einer halben Zitrone dazugeben. Mit Salz noch zurückhaltend sein – Hähnchen und Parmesan bringen bereits Würze mit.

6. Pasta und Hähnchen zusammenbringen
Die knapp al dente gekochten Rigatoni und das Hähnchen in die Pfanne geben. Zunächst 80–100 ml Nudelwasser einrühren und alles ein bis zwei Minuten gemeinsam schwenken. Bei Bedarf schluckweise mehr Nudelwasser ergänzen. Die Sauce soll die Nudeln cremig umhüllen – sie sollen nicht darin schwimmen.
7. Parmesan einrühren
Die Hitze stark reduzieren oder die Pfanne kurz vom Herd nehmen. Zunächst 80 g Parmesan portionsweise einrühren. Wer es kräftiger mag, erhöht anschließend auf insgesamt etwa 100 g. Danach nicht mehr stark kochen lassen, damit die Sauce glatt und cremig bleibt.
8. Mit Zitrone abschmecken
Erst jetzt einen Esslöffel frischen Zitronensaft einrühren. Mit schwarzem Pfeffer, bei Bedarf wenig Salz und nach Geschmack weiterem Zitronensaft oder Zitronenabrieb abschmecken. Optional mit Petersilie, Chiliflocken und etwas frisch geriebenem Parmesan servieren.

Meine drei Weißwein-Empfehlungen
Zum Kochen und zum Essen passt ein trockener, frischer Weißwein, der nicht stark im Holz ausgebaut ist. Mein Favorit zu diesem Gericht ist ein unkomplizierter Pinot Grigio.
- Pinot Grigio: meine erste Wahl. Seine leichte Zitrusnote und klare Frische passen besonders harmonisch zu Zitrone, Hähnchen und Parmesan. Am besten denselben Wein zum Kochen und Trinken verwenden.
- Grauburgunder: etwas runder und körperreicher. Eine gute Wahl, wenn Sahne und Parmesan stärker im Vordergrund stehen sollen, ohne dass der Wein zu schwer wirkt.
- Sauvignon Blanc: die frischeste und aromatischste Variante. Zitrus- und Kräuternoten greifen Zitrone und Petersilie auf; wegen der lebendigeren Säure lieber vorsichtig dosieren.
Mein Favorit für dieses Rezept: ein trockener, unkomplizierter Pinot Grigio. Er bringt genug Frische mit, drängt sich aber weder in der Sauce noch im Glas in den Vordergrund.
Warum die Sauce so schön cremig wird
Weißwein bringt Tiefe und leichte Säure, Zitronenabrieb das frische Aroma. Parmesan und stärkehaltiges Nudelwasser binden die Sauce. So reichen 200 ml Sahne für 500 g Pasta.
Tipp: Zitronensaft und Parmesan immer bei reduzierter Hitze einarbeiten. Das hält die Sauce glatt und bewahrt die frische Zitronennote.
Ich serviere die Rigatoni direkt aus der Pfanne, solange die Sauce noch schön seidig ist. Wenn du weitere Rezepte suchst, findest du sie in der Rubrik Essen.
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